
Erfahrung schlägt Wissen
Das Leben stellt uns manchmal vor scheinbar unüberwindbare Herausforderungen, aber gerade das
macht uns unabhängig, stark und empatisch.
Summary
Einschneidendes Erlebnis
Mit 17 Jahren katapultierte mich ein unverschuldeter schwerer Motorradunfall vom Fahrersitz des Lebens in die hintere Reihe. Ein Wendepunkt, der alles Vorherige radikal infrage stellte.
Suche nach Antworten
Intensive Studien der Psychologie und Philosophie lieferten wertvolle Ansätze, blieben jedoch an der Oberfläche. Die wesentliche Lösung lag nicht im intellektuellen Verständnis, sondern in einer tieferen Ebene.
Akzeptanz / Erkentnis
Durch die schonungslose Akzeptanz dessen, was ist, entstand Klarheit: Wir kreieren in jeder Sekunde unsere eigene Realität. Dieses Verständnis von Ursache und Wirkung ermöglicht es uns, den Alltag aktiv und gewinnbringend zu gestalten – völlig ungeachtet der äußeren Umstände.
Mentor
Die Begegnung mit einem buddhistischen Lehrer (Diamantweg), der mir meine Erkentnisse spiegelte und sie selbst vorlebte, war der entscheidende Anker. Die Verleihung des Namens „Lion of Realization“ war für mich kein Titel, sondern ein Arbeitsauftrag und die Bestätigung einer bedingungslosen Wahrheit jenseits der Bedingungen.
Beruflicher Aufstieg
Vom Exportkaufmann zum Industriezulieferer, vom Risikoberater zum Mentor für Führungspersönlichkeiten. Ein Weg, der zeigt: Wahre Souveränität beweist sich erst in der praktischen Umsetzung und im Erfolg unter Druck.
Im Detail:
Motorradunfall mit 17 Jahren
Den Start in mein Erwachsenenleben hatte ich mir anderst vorgestellt. Mitten in meiner Blüte wurde ich durch einen unverschuldeten Motorradunfall plötzlich in die hintere Reihe des Lebenskinos versetzt. Als ich nach einigen Tagen im Krankenhaus aus dem Koma erwachte, bemerkte ich zunächst nicht, dass mein linkes Bein fehlte und mein linker Arm gelähmt war.
Das alles hat mich nicht gestoppt!
Sicherlich gab es Momente, in denen ich nach der Sinnhaftigkeit suchte oder versuchte, der Realität zu entfliehen. Doch grundsätzlich habe ich immer das getan, was machbar war – und davon hat mich Nichts und Niemand abgehalten. Dabei wurde mir schnell etwas Wesentliches klar: Niemand konnte mir in meine Ziele oder meine Vorgehensweise hineinreden.
Meine Wege waren und sind immer individuell. Schließlich hatte niemand meine Erfahrungen gemacht – und wer meine Erfahrungen nicht teilt, kann auch nicht beurteilen, was für mich in welchem Maße richtig ist. Ich wurde durch meinen Unfall gewissermaßen in eine frühe, radikale Selbstständigkeit gezwungen, in der ich lernte, ausschließlich meiner eigenen Wahrnehmung und meinem Urteilsvermögen zu vertrauen. Mit Erfolg. Ein echtes Geschenk im Nachhinein.
Vom Überleben zur Erkentnis
Dennoch bin ich nicht einfach nur ein Überlebender. Schon vor meinem einschneidenden Erlebnis beschäftigte mich die Frage, warum das Leben manchen Menschen leichtfällt, während andere daran zu scheitern scheinen. Mein Unfall wirkte in dieser Hinsicht wie ein Beschleuniger für diese Suche.
Nachdem mich weder die klassische Psychologie noch die Philosophie vollständig zufriedenstellen konnten, stieß ich auf etwas, das meine Sichtweise grundlegend veränderte: Die Gewissheit, dass die Antwort auf wirklich alle Fragen in uns selbst liegt.
Was wir brauchen, ist lediglich der Mut, dieser Wahrheit ins Auge zu blicken, die Kraft, sie zu leben, und die Achtsamkeit, sie nicht wieder zu verlieren.
Ab diesem Moment geschahen unglaubliche Dinge in meinem Leben. Alles wurde leicht und einfach. Aus diesem inneren Überschuss heraus entstand ein tiefes Mitgefühl: Warum konnten andere nicht sehen, wie einfach es sein kann? Oder warum konnten sie es zwar sehen, aber nicht umsetzen?
Gleichzeitig erlebte ich eine neue Form der Einsamkeit. In meinem gewohnten Umfeld konnte niemand wirklich nachvollziehen, wie leicht das Leben sein kann. Stattdessen suchten viele Menschen einfach nur meine Nähe, ohne den Kern dahinter zu greifen.
Ich wünschte mir jemanden, der die Welt ähnlich wahrnahm wie ich. Und tatsächlich begegnete ich einer ganz besonderen Person, die mir schnell verdeutlichte, dass meine Entwicklung keineswegs abgeschlossen war – sondern gerade erst begann.
Was hat das alles mit ihnen zu tun?
Unaufhaltsamkeit, Resilienz und der Kern wahrer Motivation. Ich stehe bis heute täglich vor der Herausforderung, im Mittelpunkt zu stehen und dennoch klare, unbeeinflusste Entscheidungen für mich und mein Umfeld zu treffen. Kreativität und Innovation sind dabei meine stetigen Begleiter. Mein Ziel ist das Voranschreiten mit dem geringstmöglichen Widerstand – echtes Low-Friction-Handeln.
Mein Fokus legte sich daher früh auf die Beratung von Führungspersönlichkeiten im Lean Management sowie auf die Begleitung von Unternehmern, CEOs und CFOs.
Da Theorie für mich nur durch praktische Erfahrung Wert gewinnt, baute ich parallel eine internationale Produktionsfirma auf. Zu meinen Kunden zählten schnell die Marktführer des Automobil- und Industriesektors. Doch ich wollte mich nicht festsetzen. Mein Interesse galt dem internationalen Business und der Frage: Wie agiert man erfolgreich in völlig fremden Systemen?
Um wirklich tief in andere Kulturen einzutauchen, reicht ein Besuch nicht aus – man muss dort leben und arbeiten. Jeweils bei Null beginnend, wurden Großbritanien und Spanien zu meinen „Experimentierfeldern“. Mir ging es darum, die unterschiedlichen Mentalitäten und Herangehensweisen nicht nur zu beobachten, sondern sie am eigenen Leib zu erfahren und zu meistern.
Menschen, die mich geprägt haben
Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Schlag „traditioneller Unternehmer“:
Persönlichkeiten, die jeden einzelnen Mitarbeiter in ihrem Betrieb kannten, sich aufrichtig um sie kümmerten und dabei eine absolute Souveränität ausstrahlten – stets fair, aber bestimmt und zuvorkommend.
Ich hatte das Glück, einen solchen Menschen über viele Jahre als Freund und Mentor an meiner Seite zu wissen. Von ihm habe ich gelernt, was wahre Größe bedeutet: Er bewahrte seine Fürsorge und Stärke selbst dann, wenn er unberechtigter Kritik ausgesetzt war. Nach der Veräußerung seines Unternehmens verstarb er leider viel zu früh.
In diesem Zusammenhang haben mich stets Menschen beeindruckt, die eine absolute, unerschütterliche Geistesruhe verkörpern – wie beispielsweise Lama Ole Nydahl. Diese Form der Furchtlosigkeit, die nicht aus Härte, sondern aus tiefer Klarheit resultiert, ist für mich der Inbegriff wahrer Souveränität. Es ist die Fähigkeit, selbst in größtem Aufruhr den Überblick zu behalten und aus einer Position der inneren Freiheit heraus zu handeln.
Auch deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, Unternehmer bereits mental „in den Ruhestand zu versetzen“, bevor sie operativ gehen – um ein souveränes, aus der Ruhe heraus überdachtes Handeln zu etablieren, in dem Stress und Zwanghaftigkeit keinen Platz mehr haben.
Man kann sich entscheiden, durch eigene schmerzhafte Erfahrungen zu lernen – mit „blutigen Nasen und Beulen“. Oder man lernt von Menschen, die sich ausnahmslos der Perfektionierung dieser Prozesse gewidmet haben. Diese Entscheidung steht jedem frei. Ich selbst habe die Entwicklung durch erfahrene Anleitung schätzen gelernt und bin überzeugt, dass ich ohne meine Mentoren heute nicht an diesem Punkt stünde.
In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit bis zu dieser Zeile – und freue mich nun ganz besonders darauf, Sie persönlich kennenzulernen.